Wolfsweg

Der Wolfsweg

Der Rundweg hat eine Gesamtlänge von 9,4 km und kann in beiden Richtungen begangen werden. Beide Teilstrecken sind nahezu gleich lang. Kleine Steigungen und Wegführung in schräger Hanglage setzen

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Der Wolfsweg

Vom Wolfspark zum Garten der Sinne

Der Weg verbindet zwei attraktive Merziger Sehenswürdigkeiten: den weitbekannten Merziger „Wolfspark Werner Freund“ von „Werner Freund“ im Kammerforst und den „Garten der Sinne“ im Projekt „Gärten ohne Grenzen“ auf dem Kreuzberg.

Urwald und Wirtschaftswald in unterschiedlichsten Formen, Bacheinschnitte und Streuobstwiesen, Baumschulbestände und verwildertes Kulturland, Hecken und Trampelpfade machen den Weg zu einem Erlebnis, zu jeder Jahreszeit. Ein Pfad oberhalb einer Grät, das unbeschwerte Relaxen auf einer der Sinnenbänke und die freien Ausblicke in das Merziger Becken und weit darüber hinaus zeichnen diesen Premiumweg aus.

Start und Ziel
Sie können den Rundweg am Wolfspark (jederzeit zugänglich, weitere Infos: Tel. 06861/911818 oder 06861/85-330) oder am Garten der Sinne Öffnungszeiten/Veranstaltungen Tel. 06861/930844 oder www.gaerten-ohne-grenzen.de.) beginnen. Ausreichende Parkplätze sind an beiden Startpunkten vorhanden.

Profil
Der Rundweg hat eine Gesamtlänge von 10,3 km mit einer Höhendifferenz von ca. 100m. Er kann in beiden Richtungen begangen werden. Beide Teilstrecken sind nahezu gleich lang. Kleine Steigungen und Wegführung in schräger Hanglage setzen – insbesondere bei feuchtem Wetter – gutes Schuhwerk, Trittsicherheit und Wandererfahrung voraus. Die Höhendifferenz vom Wolfspark hinauf zum Kreuzberg beträgt ca. 100 Höhenmeter. Mit Pausen – ohne den Besuch des Gartens der Sinne oder ein längeres Beobachten am Wolfspark – sollten Sie 4 Stunden einkalkulieren.

Öffnungszeiten
„Garten der Sinne“: Hauptsaison: 15. Mai bis 15. September: Di. bis So. und Feiertag 09:00 – 19:00 Uhr. Nebensaison: 1. April bis 14. Mai / 16. September bis 31. Oktober: Di. bis Fr. 09:00 – 17:00 Uhr / Sa., So., Feiertag 11:00 – 17:00 Uhr; Zahlreiche Sonderveranstaltungen im Garten laden zu einen Besuch ein. Auskünfte und weitere Informationen gibt es unter Tel. 0 68 61 / 93 08 44 oder unter www.gaerten-ohne-grenzen.de.

Der „Wolfspark Werner Freund“ ist ganzjährig zugänglich. Kostenlose Führungen mit Tatjana Schneider finden an jeden 1. Sonntag im Monat um 16 Uhr statt. Gruppenführungen ab 40 Personen nach Terminvereinbarung
Tel.: 0171/7496999, E-Mail: wolfspark@merzig.de

Gastronomie und Übernachtung
In ca. 1,5 km Entfernung vom "Garten der Sinne" lädt der „Ellerhof" (Tel. 06861/2461) zur Einkehr ein. Kaffee und Kuchen sowie Getränke werden auch während der Öffnungszeit im Garten der Sinne angeboten. Zugleich finden Sie 4 -5 km entfernt in der Merziger Gastronomie ein vielfältiges Angebot. Bei Übernachtungswünschen ist Ihnen die Tourist-Info Merzig jederzeit gerne behilflich (Tel. 06861/85-330).

Wegbeschreibung
Im folgendem wird der Rundweg mit dem Start am „Wolfpark“ beschrieben. Der Hinweg zum „Garten der Sinne“ führt über die südliche Wegführung, der Rückweg über die nördliche Teilstrecke.
Der Start an der Infotafel beginnt unmittelbar mit einen besonderen Erlebnis: Wölfe können in ihrem natürlichen Umfeld beobachtet werden. Europäische Grauwölfe aus Spanien und Litauen, weiße Polarwölfe, zierliche indische oder sibirische Wölfe leben hier. Der Wolfsweg führt in diesem Teil an den Südgehegen vorbei, die nördlichen Freianlagen wird der/die Wanderer/in auf dem Rückweg passieren.
200m nach dem Verlassen des „Wolfsparks“ zweigt der Wolfsweg zum ersten Mal von einem breiten Waldweg ab und schlängelt sich als Trampelpfad durch den Mischwald, trifft wieder auf einen Waldweg und führt bei der nächsten Kreuzung nach rechts. Kurz darauf wird die Verbindungsstraße zum Kreuzberg überquert und der/die Wanderer/in folgt auf der Hangkante einen schönen Wirtschaftsweg (Rundweg 5) mit Ausblicken hinüber in die Waldgebiete um Besseringen und hinunter in das Wohngebiet an der Merziger Waldstraße. Der Wolfsweg verlässt den Hauptweg, führt weiter tiefer am Hang entlang, um sich später wieder auf den breiten Waldweg zu treffen. Spuren von Wildschweinen, Spechthöhlen (bis auf Wendehals und Grauspecht sind alle heimischen Spechtarten vertreten) und manch schönes Detail wird am Wegesrand sichtbar. Nach 2 km führt die Strecke in Serpentinen hinab die Oberkante einer Grät erreicht wird. An der Kante entlang hat der/die Wanderer/in einen imposanten Blick in die enger werdende Grät-Klamm mit wunderschönen Sandsteinstufen und -bänken. Schöne 180 Jahre alte Buchen, Eichen. Lärchen und Fichten sind Nahrungsbiotop und Lebensraum für Insekten und zahlreiche Vögel. Rotbuchen und vereinzelt Rotfichten am Rand führen in einen urwaldähnlichen Hain mit Robinien, Buchen und Haselnusssträuchern mit langen speerförmigen Austrieben. Kurz darauf öffnet sich der Wald und zwischen alten Obstbäumen, wilden Kirschen, Goldrute und Robinienhecken führt der Weg schräg am Hang durch eine frühere Grünweide- und Nutzlandfläche – heute ein ideales Revier für Wildschweine, Waldschnepfe, Sperber, Misteldrossel, Kleiber und viele Tiere mehr. Mit Misteln bewachsene Obstbäume, alte Ruinen und Heckengewächse dominieren diesen Teilabschnitt. Am Hang ansteigend, über mehrerer Treppenanlagen und offene Wiesen taucht der Wolfsweg dann in eine Obstplantage ein.  Nach ca. 300 m durch die Apfelbaumreihen wird wieder allmählich zuwachsendes Kulturland erreicht. Sinnenbänke, weitere Bänke und eine Aussichtskanzel laden zum Verweilen ein. Herrliche Ausblicke in das Merziger Becken bis hinüber zum Hochplateau „Steine an der Grenze“ oder zu den bewaldeten Höhen der Saarschleife belohnen den/die Wanderer/in. Entlang von Heckensträuchern und alten Obstbäumen wird der „Garten der Sinne“ erreicht. Die ersten 4,6 km sind zurückgelegt, da empfiehlt sich der lohnenswerte Besuch in diesem „Garten ohne Grenzen“.
Der Rückweg zum „Wolfspark“ führt den/die Wanderer/in zunächst an der zweiten Infotafel und am Rande des Parkplatzes entlang. Parallel zur Fahrstraße an einer Kleingartenanlage vorbei, geht es über die Hochfläche nach Norden. Nach 200 m wird die Straße an alten Baumschulbeständen vorbei verlassen und einem abknickenden Feldweg gefolgt. Am Ende laden wiederum eine Sinnenbank zum Genießen ein. Weite Blicke sind auch hier garantiert. An einer Hecke und über Grasböden geht es weiter in Richtung der nahe gelegenen Bundeswehr-Kaserne „Auf der Ell“, bevor der Weg wieder hangabwärts in die verbuschte Streuobstlandschaft führt und den Wald erreicht. Durch schöne Altbuchenbestände schlängelt sich der Trampelpfad weiter. Der Pfad trifft auf einen Waldweg, der sich wenige Meter später mit dem Rundweg 5 vereint. Der Rundweg 5 wird nun bis zum Ende der Wanderung den Wolfsweg begleiten. Der Wanderer folgt beiden Wegen am Hang entlang. Im letzten Teil verliert der Weg an Höhe und wird oberhalb der Verbindungsstraße Merzig-Kaserne-Garten der Sinne fortgeführt. Im weiteren Verlauf biegt der Weg nach links ab. Über Treppenstufen wird die Verbindungsstraße erreicht und überquert, um wieder in den Kammerforst einzutauchen. Auf einen Waldweg geht es weiter zügig bergab. Fichten, Heidelbeeren und Moose zeugen von sauren Waldboden. Bald wird ein fester Waldweg erreicht, auf dem der/die Wanderer/in nach links einbiegt. Hier treffen der Wolfsweg und die Rundwanderwegen 1 und 6 zusammen. Nach 250 m biegt der Wolfsweg zusammen mit dem Rundweg 5 an der nächsten Wegkreuzung nach links in eine urwüchsige Senke – eine Bank lädt zur Rast ein. 300 m weiter biegen beide Wege nach rechts und kurz darauf nach links ab. In mehreren Bögen, teilweise ansteigend, teilweise abfallend wird der Wanderer durch wechselnde Waldformen geführt, bis das obere Ende der Nordgehege des Wolfspark erreicht wird. Nochmals können dort die weitbekannten Merziger Wölfe beobachtet werden. Der Wolfsweg führt danach ansteigend in den Wald hinein, bis nach ca. 600 m der letzte Anstieg der Tour folgt und bei dem Naturdenkmal einer alten Eiche der Weg ein letztes mal scharf nach links ab geht und in Richtung Süden wieder zum Ausgangspunkt führt. 

Hinweis
Das Wandern erfolgt auf eigene Gefahr. Teile des Weges führen durch urwaldähnliche, naturbelassene Gebiete. Bei Sturm, böigem Wind, Gewitter und anderen Unwettersituationen kann es zu Windbruch und herabfallenden Ästen kommen. Bei solchem Wetter ist das Betreten des Wolfsweges untersagt. Sie wandern den Weg auf eigene Gefahr und sollten sich dessen stets bewusst und entsprechend vorsichtig sein. 

Anfahrt
Merzig erreicht man über die Autobahn A8. In der Stadtmitte hält man sich in Richtung Mettlach auf der Trierer Straße. Diese verlässt man spitzwinklig nach rechts in die Waldstraße, der man bis zum Parkplatz am Wolfsgehege folgt.

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