Bietzerberger

Der Bietzerberger

Der Rundweg ist rund 19 km lang und aufgrund der Länge als mittelschwer einzustufen. Während einer reinen 5-6-stündigen Wanderzeit (ohne Pausen) sind 280 Höhenmeter in Auf- und Abstieg zu überwinden.

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Der Bietzerberger

"Der Bietzerberger" ist nach dem Wolfsweg der 2. Premiumwanderweg der Kreisstadt Merzig. Lassen Sie sich überraschen von der landschaftlichen Vielfalt mit herrlichen Ausblicken und der mannigfaltigen Natur. Entdecken Sie spannende Geschichte und viel Wissenswertes auf diesem Rundweg.

"Der Bietzerberger" präsentiert beeindruckende Rundsichten weit nach Frankreich hinein, zur Saarschleife oder zu den Höhen des Hochwaldes hinüber. Versteckte Bachläufe, offene Wiesen und Felder, verschlungene Pfade und schattige Wälder: Die Vielfältigkeit überrascht, wenn der Weg z. B. durch eine Obstplantage führt oder auf Holzstegen auf dem vom Saarländischen Umweltministerium prämierten „WilderWaldWeg“ neue Einblicke in die Natur des Waldes schafft. 

Der Wanderer begegnet steinernen Zeugen der Vergangenheit, wie z.B. der alten Staumauer und Wasserläufen im Mühlental, den Überresten der Geiermühle oder den historischen Grenzsteinen, die die wechselhafte Geschichte des Bietzerberges zwischen Kurtrier und Lothringen aufzeigen. Beeindruckend sind ebenfalls die Steinskulpturen des international bekannten Merziger Bildhauers Prof. Paul Schneider, die mehrfach am Wegesrand zur Auseinandersetzung einladen.

Start und Ziel

An drei primären Einstiegen (mit Parkplätzen) kann mit der Wanderung begonnen werden: im unteren Mühlental an der B 51 an der Saar, am Waldparkplatz zwischen Merchingen und Honzrath oder am Fischerberghaus hoch über Beckingen. Durch den Bundesbahnhaltepunkt Fremersdorf – direkt am Einsteig im Mühlental – bietet dieser Wanderweg auch eine besonders umweltfreundliche Alternative der Anreise an. Neben den drei „offiziellen“ Startpunkten kann der Weg darüberhinaus direkt in Mennigen (an der Kapelle St. Clemens) und Bietzen (am Forellenhof) oder durch einen der ca. 1,5 – 2 km langen Zubringer in Harlingen oder Merchingen angefangen werden.

Profil
Der Rundweg ist 19,5 km lang und aufgrund der Länge als mittelschwer einzustufen. Während einer reinen 5-6-stündigen Wanderzeit (ohne Pausen) sind 280 Höhenmeter in Auf- und Abstieg zu überwinden. Der größte Teil des Weges hat Pfadcharakter und setzt insbesondere bei nasser Witterung gutes Schuhwerk voraus. Der Weg kann in beide Richtungen begangen werden.

Gastronomie und Übernachtung
Unterwegs laden der Magarethenhof (Tel. 068 35 – 9 36 94) und das „Fischerberghaus“ (Tel. 0 68 35 - 75 22, Öffnungszeiten: Di–Sa ab 10.00 Uhr (Küche ab 12.00 Uhr), So ab 11.00 Uhr, Ruhetag: Mo) zum Essen und Trinken ein. Auf der Strecke finden Sie schöne Rastplätze an ausgewählten Plätzen, zugleich können Sie in der 5 – 6 km entfernten Merziger Gastronomie ein vielfältiges Angebot genießen. Bei Übernachtungswünschen ist Ihnen die Tourist-Info Merzig gerne behilflich (Tel. 0 68 61/85 330).

Wegbeschreibung
Am ersten Einstieg an der Übersichtstafel im unterem Mühlental steigt der Wanderer nach links zum Ohligbach (früher auch „Mühlenbach“) hinunter und überquert ihn. Nach einem Anstieg wird ein Parallelweg auf der anderen Seite des Baches erreicht. Dieser Weg folgt dem ehemaligen oberen Mühlengraben, führt an Resten eines Westwallbunkers vorbei, über eine Streuobstwiese hinweg und an einem ehemaligen Steinbruch entlang, auf dessen Boden noch sechs alte Buntsandsteinquader zu sehen sind. Die Weg stößt dann auf das „Runde Türmchen“, das einmal zu einer inzwischen zusammengebrochenen Staumauer gehörte, die aus dem Mühlenbach einen großen See machte. Vom Turm aus verläuft der Weg als Pfad weiter parallel zum Ohligbach, bevor er dann über ein paar Stufen auf den Hauptweg stößt. Im weiteren Verlauf wird das ehemalige Gasthaus „Forellenhof“ passiert und kurz darauf die Verbindungsstraße zwischen Bietzen und Menningen gekreuzt.

Durch Felder und Wiesen neigt sich der Weg wieder dem Bach zu. Am Zusammenfluss zweier Bäche überquert der Wanderer eine mit Überbrückungssteinen ausgelegte Furt. Der Weg geht nun den Dellborn-Bach entlang, bis nach etwa 50 Metern auf der links gelegenen Böschung Steine zu sehen sind, die Überreste der „Geiermühle", die bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts bewirtschaftet wurde. Der Weg folgt dem Mühlengrund, bis er dem Bach ganz nahe kommt, der hier über mehrere Stufen fließt. Nach einem kleinen Anstieg biegt der Weg nach links auf einen befestigten Feldweg ab. Hier lädt eine Sinnenbank ein, das sich nach Süden öffnende Tal noch einmal richtig zu betrachten. Danach verläuft der Weg als Pfad ansteigend nach rechts durch eine Heckenfläche, bis abermals ein befestigter Weg erreicht wird (nach rechts orientieren). Nach ca. 400 m geht es leicht nach links ansteigend weiter, bis nach 700 m der Ziehborn erreicht wird. Dieses Quellwasser wurde sehr lange Zeit zur Trinkwasserversorgung auf dem Bietzerberg genutzt. Der Wanderer folgt nun dem Feldwirtschaftsweg zum „Dreieckigen Wäldchen”, einer Gruppe im Dreieck gepflanzten Kastanienbäumen, unter denen Tisch und Bänke zur Rast einladen.
Einige Meter von dieser Baumgruppe entfernt, auf der linken Seite, steht ein behauener, weißer Stein, den der in Bietzen lebende Künstler Prof. Paul Schneider gestaltet hat, einer von 8 Sonnensteinen, die auf dem Bietzerberg – verbunden durch den Sonnensteinweg – zu finden sind. Der Bietzerberger kreuzt nun einen asphaltierten Verbindungsweg und folgt einem Feldweg bis linksseitig Hecken stehen. Dort geht es leicht ansteigend nach links bis eine weite Hochebene mit dem Aussichtspunkt „Saarlouiser Berg“ erreicht wird. Der beschilderte Aussichtspunkt ist etwas vorgelagert und bietet eine weitere Sinnenbank zum Verweilen. Der Blick reicht weit hinab ins Saartal bis zur Saarschleife, hinüber zum Saargau und nach Frankreich hinein sowie auf der anderen Seite über den Merchinger Galgenberg auf das Panorama des Hochwaldes.
Der Rundweg wird kurz vor dem Aussichtspunkt fortgesetzt. Er biegt nach rechts ab, durchquert eine Wiese, wendet sich nach links und bald darauf wieder nach rechts. Der Feldweg führt an Wiesen und Feldern vorbei und kurz nachdem der tiefer liegende Sonnenhof passiert wird, durchquert er ein Feld bis eine Hecke erreicht wird. Hinter der Hecke folgend mündet der Rundweg in einen weiteren Feldweg, der ostwärts verläuft. Nach ca. 600 m wird dieser Weg verlassen und in eine Apfelplantage eingetaucht. Hier bietet sich dem Wanderer wieder ein imposanter Ausblick ins Merziger Becken mit der Saar, den umliegenden Wäldern und Höhenzügen. Eine Vesperinsel bietet Platz für eine ausgiebige Pause. Im Anschluss verläuft der Pfad durch die Obstplantage, bis er wieder auf den Feldwirtschaftsweg stößt, der nach einer Rechts- und einer weiteren Linkskurve endgültig verlassen wird. Nun führt der Rundweg als Pfad in mehreren Bögen durch eine verbuschte Wiese an einer Hecke vorbei, hinein in den Bietzener Wald. Hier trifft er nach wenigen Metern auf den zurzeit entstehenden „WilderWaldWeg“, einen vom Saarländischen Umweltministerium prämierten Waldlehrpfad. Bietzerberger und WilderWaldWeg werden ca. 1,4 km parallel verlaufen. Zunächst folgen sie einem vorhandenen Waldweg, dann wenden sie sich nach links auf einen erhöhten Holzsteg. In leichten Schwüngen führt der Steg durch die Bäume zum Waldrand und geht in einen Pfad über. Hin und wieder öffnet sich der Blick auf die Felder hinaus, bis wieder ein Steg betreten wird, der den Hauptweg zum Ziel hat. Ein wenig später schwebt der Wanderer erneut auf einer zweiten Stegpassage durch den Wald bis kurz darauf ein Waldparkplatz erreicht wird. Hier befindet auch der zweite Einstiegspunkt für den Bietzerberger mit einer weiteren Vesperinsel und einer Informationstafel zur Jagd.
Vom Waldparkplatz aus führt die Wanderung wieder in den Wald hinein. Nach 100 m trifft der Wanderer erstmalig auf einen gut erhaltenen historischen Grenzstein. Weitere werden auf den nächsten Kilometer und im späteren Verlauf zu sehen sein. Eine Infotafel gibt nähere Auskünfte. Zugleich durchquert der Rundweg ab hier das Naturschutzgebiet Wolferskopf. Der Pfad trifft bald auf verwesende Baumruinen, die den aufmerksamen Betrachter natürliche Veränderungsprozesse veranschaulichen. Kurz darauf wird ein Waldweg gekreuzt. Geradeaus führt der Weg mit einem Stich ca. 100m weiter zum beeindruckenden Aussichtspunkt „Haustadter Tal“.  Hierzu sollte der Wanderer den beschilderten Hinweis beachten und kurz aus dem Wald heraustreten und den beeindruckenden Rundblick genießen. Auch hier warten eine Sinnenbank und Detailinformationen zu den Merziger Naturschutzgebieten.
Nun geht es den Stich zurück bis wieder der Waldweg erreicht wird. Von hier aus führt der Bietzerberger talwärts auf einer asphaltierten Straße nach links hinab. Er trifft kurz darauf auf den Beckinger Panoramaweg. Beide Wege schwenken nach 80 m nach rechts auf einen Feldweg und tauchen in die lebendige Orchideen-Wiesenlandschaft des Wolferkopfes ein, die den Wanderer auf den nächsten Kilometer begleitet. Stets ergeben sich dazu neue beeindruckende Aussichten ins südliche Saarland. Nach einem kurzen Abstieg und der Überquerung kleinerer Bäche führt der Weg auf einem Feldweg wieder hinauf bis unterhalb der Margarthenhof sichtbar wird. Er lädt zur Stärkung ein. Geradeaus wird wieder ein Waldstück und im weiteren Verlauf ein Hohlweg erreicht. Hier gilt es acht zu geben, denn an der linken Seite befindet sich ein alter, verwilderter Steinbruch. Abermals werden dabei alte historische Grenzsteine mit ausführlichen Informationen dazu passiert.
Nochmals fordert ein kurzer, steiniger und steiler Anstieg den Wanderer heraus. Oben angekommen verführt eine weitere Vesperinsel dazu, abermals eine Pause einzulegen. Hier rückt das breite Saartal unmittelbar in den Mittelpunkt. Nach weiteren 200 m ist der Aussichtspunkt „Saartalblick“ mit einer weiteren Sinnenbank das nächste Ziel. Das Saarlouiser Becken mit Dillingen und Saarlouis, die entfernten Türme von Völklingen und Saarbrücken, der Litermont und vieles mehr lässt sich entdecken.
Durch die Wiesen geht es leicht abschüssig weiter bis der Weg wieder ansteigend nach rechts abbiegt. Wenig später wendet er sich nach links und folgt dem Waldrand. Nach einer rechten Biegung und einer weiteren Passage am Waldessaum tritt er wieder in den Wald ein. Dort knickt er unmittelbar nach links ab. Nach weiteren 100 m wird abermals die Waldgrenze passiert. Der Weg macht eine Rechtskurve und führt zwischen einer wilden Hecke und dem Waldweg weiter in Richtung Fischerberghaus, bei dem der Wanderer kurz darauf angelangt ist. Nun sind fast 13 km zurückgelegt, das Fischerberghaus lädt zu einer Pause ein. 
Vor der Informationstafel beim Fischerberghaus, dem dritten Einsteig des Bietzerbergers, biegt der Rundweg nach links in Richtung eines Steinbruches und eines Kalkofens ab. Beide Sehenswürdigkeiten werden schnell erreicht. In Richtung Katzenberg geht es auf einen verwilderten Weg weiter, die geteere Zufahrt zum Fischergbergaus wird überquert und ein Wirtschaftsweg erreicht. Auch hier eröffnen sich immer wieder neue Perspektiven ins Saartal hinein. Weitere 400 m später wird der Bietzerberger wieder zum Pfad, der sich hangaufwärts durch Hecken und Gebüsch in den Wald zieht und auf einen Hauptweg trifft (links halten). Nach weiteren 300 m wird dieser verlassen und geht in einen Pfad über, der sich bis der „Aussichtspunkt Katzenberg“ durch einen urwaldähnlichen Waldabschnitt schlängelt. Hier liegt dem Wanderer die Saar zu Füßen, gegenüber steigt unmittelbar der Saargau an.
Den Pfad folgend, trifft der Wanderer auf einen Wirtschaftsweg (nach rechts abbiegen), der nach 200m wieder auf einem Pfad in Richtung St.-Clemens-Kapelle verlassen wird. Nach weiteren 300 m mündet der Pfad in die geteerte Straße. Hier orientiert sich der Wanderer nach links in Richtung Menningen. Nach 100 m wird die asphaltierte Straße nach rechts wieder verlassen und in einen Feldweg abgezweigt. Wenig später wird der Freizeitplatz „Auf Gruden“ erreicht. Dort steht ein weiteres Zeugnis der Bildhauerkunst von Prof. Paul Schneider, zugleich lässt es sich auch hier gut rasten. Vor dem Freizeitplatz folgt der Wanderer der Beschilderung nach links. Auf einem Wirtschaftsweg geht es hinab nach Menningen. Nach dem Abstieg stößt der Weg auf eine geteerte Straße, der nach links gefolgt wird. Geradeaus nach ca. 300 m ist die „Kapelle St. Clemens“ das nächste Ziel. Wenn sie geöffnet ist, sollte der Wanderer nicht versäumen, einen Blick hineinzuwerfen. Direkt an der Kapelle biegt der Rundweg nach rechts abwärts auf die Hauptstraße Menningen-Bietzen ein, die nach ca. 200 m verlassen und überquert wird. Es schließt sich ein Wiesenweg an, der bald in einen Pfad übergeht. Ständig geht es abwärts hinab ins Mühlental mit dem Ohligsbach. Linksseitig, parallel zum Bach, führt der Weg – ’mal ansteigend, ’mal absteigend – in Richtung „Einstieg Mühlental“. Das runde Türmchen wird, auf der anderen Bachseite liegend, passiert und kurz darauf der Ohligsbach über eine kleine Brücke überquert. Hier trifft der Bietzerberger rechts abbiegend auf den Hauptweg des Mühlental. Der Wanderer folgt ihm und erreicht nach weiteren 300 m den Ausgangspunkt der Wanderung, den Einstieg am Mühlental. Kurz vor dem Ziel hat der Wanderer nochmals einen guten Einblick in die Überreste der Mühlengräben auf der anderen Bachseite. Für eine zünftige Anschlussrast ist in Richtung Saar hinter der Eisenbahnunterführung ein weiterer Rastplatz zu finden.

Hinweis
Das Wandern erfolgt auf eigene Gefahr. Teile des Weges führen durch naturbelassene Gebiete. Bei Sturm, böigem Wind, Gewitter und anderen Unwettersituationen kann es zu Windbruch und herabfallenden Ästen kommen. Bei solchem Wetter ist das Betreten des Premiumweges „Bietzerberger“ untersagt. Sie wandern den Weg auf eigene Gefahr und sollten sich dessen stets bewusst und entsprechend vorsichtig sein. 

Anfahrt
Anfahrt über die Autobahn A8 bis zur Anschlussstelle Merzig. Dann über die Saar nach Merzig hineinfahren und am Stadtrand auf die L 147 in Richtung Dillingen abzweigen. Nach etwa 3 km die Landstraße nach links in die Straße "Zum Mühlengrund" verlassen. Hier befindet sich der Ausgangspunkt der Tour.

Ergänzend hierzu ist auch die Anreise mit der Bahn bis zum Haltepunkt Fremersdorf möglich. Er liegt in unmittelbarer Nähe des Einstieg am „unteren Mühlental“.

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