Saarfürstbrunnen

Wirtschaftlich versorgt die Kreisstadt Merzig ein Einzugsgebiet von über 80.000 Menschen, wobei zu den Besuchern, die nach Merzig zum Einkaufen oder zur Nutzung des umfangreichen Dienstleistungsangebotes kommen, regelmäßig auch Gäste aus dem benachbarten Frankreich oder Luxemburg gehören.

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Kleines Stadtportrait

Geografisch liegt die nordsaarländische Kreisstadt Merzig zwischen Saarbrücken und Trier (jeweils 50 Kilometer entfernt) in einer länglich gestreckten Talaue des Flusses Saar. Metz in Frankreich und Luxemburg sind ebenfalls jeweils nur 50 Kilometer entfernt. Das Stadtgebiet erstreckt sich von diesem "Merziger Becken", in dem sich rechts und links der Saar die größeren Stadtteile finden, über insgesamt 108 km² bis zu den rechts und links ansteigenden Höhen des Saargaues. Im Stadtkern liegt Merzig, 175 m über dem Meeresspiegel, die umliegenden Gauhöhen liegen auf bis zu 417 m. 3.108 ha Wald, 60 ha Erholungsflächen wie Park- und Grünanlagen, 5.862 ha landwirtschaftlich und gärtnerisch genutzter Flächen und 128 ha Gewässer machen Merzig mit einem Grünflächenanteil von über 80 Prozent zu einer "grünen" Stadt.

Klimatisch erfreut sich Merzig eines ausgesprochen milden Klimas mit einer mittleren Jahrestemperatur von 10° Celsius, von April bis September werden 14,7° Celsius im Durchschnitt gemessen. In einem amtlichen Gutachten des Deutschen Wetterdienstes wurde Merzig daher bereits 1988 " wegen der Lage in einem klimatisch und landwirtschaftlich bevorzugten Gebiet " für die Prädikatisierung als "Erholungsort" vorgeschlagen. Für den Stadtteil Besseringen wurde diese Anerkennung bereits ausgesprochen, für die Bietzerbergstadtteile läuft zurzeit das Verfahren.

Geschichtlich geht Merzig auf keltisch-römische Ursprünge zurück, wobei ein Teil der Dörfer, die heute zum Stadtgebiet gehören, Gründungen der fränkischen Landnahme im 7. Jahrhundert sind. Vom Hochmittelalter bis zum Ende des 18. Jahrhunderts war Merzig Hauptort des Kondominiums (Gemeinherrschaft) Merzig-Saargau, das von den Trierer Bischöfen und Kurfürsten und den Herzögen von Lothringen gemeinsam verwaltet wurde. 1778 wurde Merzig vom Kurfürsten Clemenz Wenzeslaus zum kurtrierischen Amtssitz erhoben. Dieser wichtige Abschnitt Merziger Geschichte spiegelt sich im Merziger Stadtwappen wider, das sowohl das rote kurtrierische, als auch das schwarze lothringische Doppelkreuz zeigt.

Obwohl seit dem frühen Mittelalter wichtiges Verwaltungszentrum, Gerichtssitz und bedeutender Marktplatz, musste Merzig bis ins 19. Jahrhundert warten, bis ihm durch den preußischen König am 14. November 1825 auch formell die Stadtrechte verliehen wurden.

Politisch wurde die Kreisstadt Merzig 1974 im Rahmen einer Gebietsreform aus der früheren Stadt Merzig und 16 Umlandgemeinden neu gebildet und zählt heute mit seinen 17 Stadtteilen rund 30.000 Einwohner. Merzig ist als Kreisstadt nicht nur Sitz der Kreisverwaltung des Landkreises Merzig-Wadern, sondern auch zahlreicher anderer Behörden wie Amtsgericht, Finanzamt oder Arbeitsamt. Eine wichtige Funktion hat Merzig mit seinem Angebot an allgemeinbildenden und berufsspezifischen weiterführenden Schulen. Täglich besuchen rund 6.500 Schülerinnen und Schüler aus dem Stadt- und Kreisgebiet die Stadt.

Wirtschaftlich versorgt Merzig ein Einzugsgebiet von über 80.000 Menschen, wobei zu den Besuchern, die nach Merzig zum Einkaufen oder zur Nutzung des umfangreichen Dienstleistungsangebotes kommen, regelmäßig auch Gäste aus dem benachbarten Frankreich oder Luxemburg gehören. Die Kreisstadt Merzig ist Standort traditionsreicher Unternehmen im Bereich der Keramik und konnte bedeutende Ansiedlungserfolge auf dem Gebiet des Pharma- und Medizintechnikhandels verzeichnen. Wesentlich geprägt wird das Stadtbild auch von den landwirtschaftlichen Flächen, hauptsächlich in den Stadtteilen, vor allem aber auch den vielen Baumschulen, die Merzig zum Baumschulzentrum des Südwestens gemacht haben.

Merzig bietet seinen Bürgern und Pendlern aus dem Umland über 12.000 Arbeitsplätze. Wichtigster Beschäftigungsbereich ist seit Jahren der Dienstleistungssektor, in dem 63 % aller Merziger arbeiten. Darin enthalten sind Handel und Verkehr mit rund 21 % der Arbeitsplätze. Es folgen das produzierende Gewerbe mit 35 % und die Landwirtschaft mit knapp 2 %.

Kulturell hat Merzig in den letzten Jahren seinen Spitzenplatz unter den saarländischen Kommunen ausgebaut und gefestigt. Der Zeltpalast von Musik & Theater Saar mit seinen hochrangigen Musikveranstaltungen, vor allem von Musicals in eigener Inszenierung, zieht Kulturbegeisterte weit über das Saarland hinaus an. Das Kreizkulturzentrum Villa Fuchs versteht es, im Auftrag der Kreisstadt Merzig, nicht nur in der Stadthalle, sondern auch an anderen Orten im Stadtgebiet mit zahlreichen hochwertigen Theaterveranstaltungen, Ausstellungen und Musikevents zu begeistern. Dabei hat sich die Villa Fuchs mit großem Erfolg auch als Veranstalter von Musik- und Großevents etabliert. Die Stadtbibliothek Merzig ist nicht nur Medienzentrum, sondern auch Veranstaltungsort für anspruchsvolle Ausstellungen und Autorenlesungen. Die kulturtreibenden Vereine in den Stadtteilen beleben mit ihren Veranstaltungen das kulturelle Leben der Stadt und sind unverzichtbarer Partner bei vielen Festen. Die Koordination obliegt in den meisten Fällen dem Kulturbüro der Kreisstadt Merzig.

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