Spatenstich zur Aufwertung des Stadtparks

Dienstag, 15 Mai 2018

Erster Schritt zur Umsetzung des Saarparks wurde erfolgreich durchgeführt

Nachdem in den vergangenen Monaten die Detailplanungen abgeschlossen wurden, fiel am Mittwoch, 9. Mai 2018, der offizielle Startschuss zur Aufwertung des Merziger Stadtparks. Dabei konnten Bürgermeister Marcus Hoffeld und der Erste Beigeordnete Dieter Ernst zum symbolischen Spatenstich viele interessierte Gäste begrüßen, darunter unter anderem Klaus Müller-Zick vom Ministerium für Inneres, Bauen und Sport, die Landtagsabgeordneten Frank Wagner und Martina Holzner, Anne Ebert von der EVK GmbH, Sebastian Bochem vom Büro Bochem.Schmidt Architekten sowie Stefan Jacobs vom Büro Ernst + Partner.

Bürgermeister Hoffeld hob die große Bedeutung der Umgestaltung des Stadtparks hervor, die einen ersten wichtigen Schritt zur Realisierung des Merziger Saarparks einleitet. „Der unmittelbar an die Innenstadt und die Stadthalle angrenzende, stark frequentierte Stadtpark ist ein Ort der Ruhe und Naherholung mit hohem Aufenthalts- und Erholungspotenzial, welcher sich durch eine heterogene Nutzungs- und Grünstruktur mit einem attraktiven Baumbestand auszeichnet. Die Ausstattung ist jedoch teilweise nicht mehr zeitgemäß und erneuerungsbedürftig“, erklärte der Verwaltungschef die Gründe für die Umgestaltung des Stadtparks. Dennoch wird der Park von seiner bisherigen Struktur weitestgehend erhalten bleiben. So werden bei der Neugestaltung unter anderem die alten Spielgeräte durch neue, teils barrierefreie Spielgeräte ersetzt. Zudem ist eine gesonderte Zone mit Sportgeräten speziell für Senioren vorgesehen. Am östlichen Rand des Parks zum Bahndamm hin wird ein neuer Abenteuer-Spielbereich angelegt, dem sich ein barrierefreies Spielfeld anschließt.

In Richtung des alten Hallenbades ist ein Themen-Spielbereich „Wasser“ vorgesehen, direkt angrenzend ein Spielbereich vor allem für Kleinkinder. An zentraler Stelle ist zudem ein „besonderer Spielpunkt“ mit attraktiver Ausgestaltung geplant.

Entfallen soll aufgrund von Vandalismus- und Verschmutzungsproblemen lediglich das Kneipp-Becken, alle anderen Anlagen werden den Besuchern des Parks auch nach der Umgestaltung noch zur Verfügung stehen.

„Das Planungskonzept ist mit den Gartenbau-Experten der Stadtverwaltung abgestimmt worden und passend zu Merzig als „Viez-Region“ wird im nordwestlichen Teil des Parks als regionales Element eine Bepflanzung von Apfelbäumen erfolgen“, führte Hoffeld weiter aus.

Anstelle der aktuell asphaltierten Zufahrt zu den Parkplätzen am Stadthallen-Restaurant soll eine am Gehweg hinter der Bahnunterführung beginnende neue Promenade entstehen, welche am kompletten südlichen Rand des Parks verläuft und in die Fußgänger- und Radfahrerunterführung zur Saar hin mündet. Die Promenade soll einen Belag aus Betonpflaster erhalten und somit wasserdurchlässig gestaltet werden. Zusätzlich wird die Promenade durch einen offenen Zugang über mehrere Stufen zum Stadthallen-Restaurant sowie im weiteren Verlauf mit einer Neupflanzung als Baumallee aufgewertet werden.

Für den Hauptweg durch den Park, die so genannte Diagonale, beginnend beim nördlichen Eingang zum Park vom alten Hallenbad kommend und durch das Areal bis zur südwestlichen Ecke des Parks verlaufend, ist, wie auch für die weiteren bereits bestehenden Wegeverbindungen, eine Erneuerung der Wegeführung durch einen wassergebundenen Belag vorgesehen.

„Aufgrund seiner Lage bildet der Stadtpark das Scharnier zur Innenstadt. Gerade deshalb ist die Betonung des Entrées zum Stadtpark von besonderer Bedeutung“, so der Bürgermeister.

Ebenso bedarf es im Eingangsbereich in Höhe der Stadthalle einer funktionalen und gestalterischen Aufwertung. Vor diesem Hintergrund ist unmittelbar vor der Bahnunterführung ein neues „Portalgebäude“ vorgesehen. In diesem Pavillon werden neben einer modernen Toilettenanlage mit Baby-Wickelräumen auch Schließfächer für Parkbesucher, eine E-Bike-Ladestation und Fahrrad-Stellplätze entstehen. Die Planung dieses neuen Portalgebäudes erfolgte durch das Merziger Büro Bochem.Schmidt Architekten (BSA).

Abgerundet wird die Neugestaltung des Stadtparks durch ein ausgeklügeltes Lichtkonzept des Lichtplanungsbüros Tobias Link aus Saarbrücken. Ein besonderes Detail sind hier Einzelleuchten in den Bäumen, welche direktstrahlendes Licht erzeugen, das zum Teil die gewachsene Baumstruktur erhellt und ein natürliches Schattenspiel erzeugt. Markante Punkte wie die Saline, die wuchtigen Mammutbäume oder die neue Magistrale sollen gesondert illuminiert werden. Aber auch für die Beleuchtung des Pavillons ist eine besondere Inszenierung vorgesehen. Als Downlights sind entblendete Einguss-Leuchten geplant. In Kombination hierzu sollen lineare Bodeneinbauleuchten eingesetzt werden, die eine gleichmäßige Ausleuchtung der Wandscheiben des Pavillons ermöglichen.

Bürgermeister Marcus Hoffeld dankte allen am Vorhaben beteiligten Unternehmen sowie den Mitarbeitern aus der Verwaltung, die dieses Projekt auf den Weg gebracht haben. Darüber hinaus ging sein Dank an das Ministerium für Inneres, Bauen und Sport, das die Maßnahme, die insgesamt rund 1,5 Millionen Euro inklusive Pavillon kosten wird, bezuschusst. Dabei werden im Rahmen der Städtebauförderung „Stadtumbau West“ zweidrittel der Gesamtkosten bezuschusst. Mit der Planung des Projekts war das Büro Ernst + Partner aus Trier betraut. Die Umsetzung der Maßnahme erfolgt durch die Firma EVK GmbH aus Neunkirchen.

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