Stadt Merzig will Gustav-Regler-Platz am Seffersbach städtebaulich weiterentwickeln

Montag, 30 April 2018

Der Merziger Stadtrat berät in seiner nächsten Sitzung am 3. Mai 2018 über die städtebauliche Entwicklung des innerstädtischen Gustav-Regler-Platzes am Seffersbach. Geplant ist die Errichtung eines architektonisch hochwertigen drei- bis vier-geschossigen Gebäudekomplexes mit Tiefgarage. Das Erdgeschoss soll gewerblich genutzt werden, während die übrigen Geschosse Wohnzwecken dienen sollen.

Für Bürgermeister Marcus Hoffeld ist die mögliche Neugestaltung des Seffersbachbereichs mit einer attraktiven Bebauung im Bereich des Gustav Regler-Platzes und einer besseren und autofreien Verzahnung mit der Altstadt, wo die Stadt den dortigen zentralen Platz ebenfalls verschönern möchte, „eine Herzensangelegenheit“. Wie Hoffeld erläutert, fanden bereits in den vergangenen vier Jahren zahlreiche Gespräche und „langwierige Verhandlungen“ mit den verschiedenen privaten Grundstückseigentümern statt, die jeweils über Grundstücksflächen verfügen, auf denen Vorhaben teilweise nicht selbständig entwickelt werden können. „Wir konnten mit allen Grundstückseigentümern letztendlich abstimmen, dass nur ein gemeinsames Projekt die gewünschte positive Entwicklung des Bereiches „Am Werthchen“ zwischen Unter- und Obergasse bringt. Ich bin allen Beteiligten für ihre konstruktive Unterstützung dankbar und hoffe sehr, dass dieses ambitionierte und für die Weiterentwicklung der Merziger Innenstadt bedeutsame Projekt umgesetzt werden kann“, betont Bürgermeister Hoffeld.

Insgesamt sollen für das Projekt rund 3.300 Quadratmeter private (ca. 1.753 qm) und städtische (ca. 1.560 qm) Fläche in Anspruch genommen werden. „Zur Realisierung des Projektes wird eine private Projektgesellschaft gegründet“, informiert der Erste Beigeordnete Dieter Ernst. Die Kreisstadt Merzig beteilige sich finanziell nicht an der Gesellschaft, stelle dieser aber ihren Grundbesitz im überplanten Gebiet im Rahmen eines Verkaufs zur Verfügung. „Der erzielte Verkaufserlös dient als Eigenanteil der Kreisstadt Merzig für die beabsichtigte Umgestaltung des Gustav Regler-Platzes und des Gewässerumfeldes zur Attraktivitätssteigerung in diesem Bereich“, erklärt Ernst.

In einem ersten Schritt erfolgte eine Bindung auf der privaten Ebene durch die Unterzeichnung einer Absichtserklärung, eines sogenannten „Letters of Intent“. Die Kreisstadt Merzig als Vertragspartner mit rund 47 % der überplanten Fläche soll nach der Zustimmung des Stadtrates den „Letter of Intent“ ebenfalls unterzeichnen.

Als weitere Schritte stehen dann die Gründung der privaten Projektgesellschaft und die Veräußerung der städtischen Flächen an die Gesellschaft an. Für den Fall, dass das Projekt nicht umgesetzt werden kann, wird im Kaufvertrag eine Rückauflassung der städtischen Grundstücke zu Gunsten der Kreisstadt Merzig aufgenommen.  

„Die Stadtverwaltung wird dem Stadtrat in der kommenden Sitzung empfehlen, die Unterzeichnung des „Letters of intent“ zu beschließen“, kündigen Hoffeld und Ernst an. In der Folge werde der Stadtrat darüber beraten, ob die städtischen Flächen zur Entwicklung des Projektes „Am Seffersbach“ komplett oder in Teilen veräußert werden, und ob und in welcher Form sich die Kreisstadt Merzig an der Projektgesellschaft beteilige.

Foto: (c) bochem.schmidt architekten, Merzig; M.E.S.S Stadtplaner, Kaiserslautern

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