Kläranlage wird entlastet – Umweltminister Jost überreichte Förderbescheide im Rahmen der „Aktion Wasserzeichen“ an die Kreisstadt Merzig

Montag, 11 September 2017

Um die Leistungsfähigkeit von Abwasseranlagen zu steigern, fördert das Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz mit der „Aktion Wasserzeichen“ Fremdwasserentflechtungs- und Sanierungsmaßnahmen. Im Rahmen dieses Förderprogramms hat Minister Reinhold Jost am vergangenen Donnerstag dem ersten Beigeordneten der Kreisstadt Merzig, Dieter Ernst, gleich drei Schecks übergeben.

Die größte Fördersumme, rund 193.000 Euro ist für die Sanierung des Hauptsammlers „Franzenbach“ in Brotdorf bestimmt. Durch die Sanierung und separate Ableitung des Quellwassers soll die Abwasseranlage Merzig um ca. 11.000 m³ Fremdwasser pro Jahr entlastet werden. Dieter Ernst lobte im Ortstermin vor allem die gute Kooperation zwischen der Behörde, der ausführenden Firma und den Anwohnern.

Der zweite Scheck über rund 29.000 Euro ist als Finanzierungsanteil für eine Fremdwasserentflechtung in Merzig vorgesehen. Auch diese Maßnahme im Bereich des „Rotensteiner Weges“ soll die Abwasseranlage Merzig entlasten. Rund 58.000 m³ Fremdwasser werden über einen neuen Regenwasserkanal in den Seffersbach geleitet.

Außerdem fördert das Ministerium mit rund 19.000 Euro die Erstellung einer so genannten Niederschlagsbewirtschaftungsstudie. Diese Studie soll für künftige Planungen Aufschluss über den Umfang der Niederschlags- und Fremdwassereinleitungen im Stadtteil Merzig geben.

Umweltminister Jost begrüßt die geplanten Maßnahmen, „die aktiv zum Umweltschutz beitragen. Fremdwasser ist grundsätzlich sauberes Wasser und gehört nicht in die Kanalisation. Eine übermäßige Belastung von Kläranlagen mit Fremdwasser führt zu Nachteilen im Gewässerschutz und in der Wirtschaftlichkeit der Anlagen. Wir entlasten somit nicht nur die Kläranlagen, sondern auch den Geldbeutel der Gebührenzahler.“

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