Kreisstadt Merzig, Teilprojekt „IQ Merzig“

IQ Merzig

Das bundesweite Förderprogramm „Integration durch Qualifizierung (IQ)“ hat das Ziel, die Arbeitsmarktchancen von erwachsenen Migrantinnen und Migranten in Deutschland zu verbessern.

Als Projektträgerin verfolgt die Kreisstadt Merzig das Ziel, durch die Förderung einer Willkommens- und Anerkennungskultur, sowohl auf städtischer als auch auf betrieblicher Ebene, die Arbeitsmarktsituation von Migrantinnen und Migranten auf lokaler Ebene zu verbessern. Dies erfolgt vor allem durch die Umsetzung von Maßnahmen im Bereich Diversity Management/Interkulturelle Öffnung in der Stadtverwaltung selbst und in örtlichen Unternehmen.

logo stadt mit vielfalt

Träger von IQ Merzig ist die Kreisstadt Merzig

... in Kooperation mit dem IQ-Landesnetzwerk Saarland.

Das Teilprojekt „IQ Merzig“ wird im Rahmen des Förderprogramms "Integration durch Qualifizierung (IQ)" gefördert und widmet sich im "IQ-Landesnetzwerk Saarland" folgenden Aufgaben:

Die weitere Sicherung und Förderung der Standortattraktivität (Willkommens- und Anerkennungskultur) der Kreisstadt Merzig sowohl für Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber als auch für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit Migrationshintergrund wird unter anderem dadurch verfolgt, dass Prozesse zum Diversity Management bzw. zur interkulturellen Öffnung sowohl in der Stadtverwaltung Merzig als auch in vor Ort ansässigen Unternehmen initiiert und umgesetzt werden.

Die Stadtverwaltung Merzig is(s)t vielfältig!

Am 5. Juni 2018 findet bundesweit der 6. Deutsche Diversity-Tag statt. Dieses Jahr beteiligt sich die Kreisstadt Merzig unter dem Motto „Die Stadtverwaltung Merzig is(s)t vielfältig“ bereits das dritte Mal an dem Tag.

Eröffnet wird der Diversity-Tag um 10 Uhr mit der Unterzeichnung der Charta der Vielfalt durch Bürgermeister Marcus Hoffeld. Damit tritt die Kreisstadt Merzig offiziell der Unternehmensinitiative bei, die unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel zur Förderung, Anerkennung und Wertschätzung von Vielfalt in der Unternehmenskultur in Deutschland dient. Mit der Unterzeichnung geht eine Selbstverpflichtung einher, sich am Netzwerk zu beteiligen und sich zu einem Punktekatalog zu bekennen. Dieser Katalog widmet sich u.a. der Förderung eines Arbeitsumfeldes, das frei von Vorurteilen ist.

Bundesweit wurde die Charta bereits von mehr als 2800 und im Saarland von 18 Unternehmen und Institutionen unterzeichnet.

Im Anschluss an die Unterzeichnung wird für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung ein vielfältiges Menü zubereitet und in der Pausenzeit angeboten. Die Idee dazu entstand daraus, dass im Rahmen des letzten Diversity-Tages (2017) die Belegschaft der Kreisstadt Merzig hausintern Rezepte gesammelt hat, um die Vielfalt der Stadtverwaltung abzubilden. Aus diesen Rezepten wird nun am 6. Deutschen Diversity Tag (2018) unter dem Motto 'die Stadtverwaltung Merzig is(s)t vielfältig' gekocht und gemeinsam gegessen.

Außerdem werden die Bürgerinnen und Bürger der Kreisstadt Merzig im Anschluss an die Aktion auch dazu aufgefordert vielfältige Rezepte einzusenden. Diese gesammelten Rezepte sollen dann als kleines Rezeptbuch gebündelt und im Rahmen der Interkulturellen Woche (KW 39) im Rathaus zur freien Mitnahme ausgelegt werden.

Umgesetzt wird  die Aktion durch das Projekt „IQ Merzig“ (Integration durch Qualifizierung), wo auch unter iq@merzig.de die Rezepteinsendungen erfolgen können.

 

 

Das Förderprogramm "Integration durch Qualifizierung (IQ)" zielt auf die nachhaltige Verbesserung der Arbeitsmarktintegration von Erwachsenen mit Migrationshintergrund ab. Das Programm wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) gefördert. Partner in der Umsetzung sind das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und die Bundesagentur für Arbeit (BA).

Institut für Technologietransfer an der  Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes

Das IQ Landesnetzwerk Saarland wird koordiniert durch:

IQ Merzig – Förderzeitraum 2017 - 2018

Ausblick

Als eine von bundesweit 13 Pilotkommunen wurde die Kreisstadt Merzig 2016 für das Projekt „Angekommen – und nun?“ ausgewählt, dass von der Bertelsmann Stiftung in Kooperation mit dem IQ Landesnetzwerk Saarland durchgeführt wurde und vom Institut für soziale Innovation methodisch begleitet wurde.

Schwerpunkt dieses rund einjährigen Projektes war die Entwicklung eines ganzheitlichen, zielorientierten Ansatzes zur Integration von neuzugewanderten Menschen in den lokalen Ausbildungs- und Arbeitsmarkt, der dann auch anderen Kommunen zur Verfügung gestellt werden kann.

Im Prozess haben sich dabei für die Kreisstadt Merzig die folgenden zwei Teilergebnisse entwickelt:

  1. „Lotsenstelle Migration und Arbeitswelt“

Im Rahmen des Projektes hat sich u.a. ergeben, dass die Implementierung einer zentralen Anlaufstelle mit Lotsenfunktion vor Ort in der Kreisstadt Merzig sehr hilfreich wäre, um eine möglichst gute Zusammenarbeit und Verzahnung lokaler Akteure zu ermöglichen, da diese auf verschiedenen Ebenen (Kommune, Land, Bund) und bei unterschiedlichsten Institutionen und Trägern angesiedelt sind. Dies betrifft v.a. Akteure, die im Bereich der Integration tätig sind sowie: Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber, Kammern, Verbände, Migrationsdienste, Sprachkursträger, Kreisverwaltung, Jobcenter, Arbeitsagentur und Stadtverwaltung.

In einem spezifischen Fachforum wurde am 30.08.2017 mit haupt- und ehrenamtlichen Fachleuten aus unterschiedlichen Bereichen festgehalten, dass eine gezielte, nachhaltige Integrationsförderung eine Anlaufstelle für alle braucht (Menschen mit Fluchthintergrund, Ehrenamtliche, Akteure, Firmen etc.). Diese Anlaufstelle nimmt eine „Clearing-Funktion“ ein, um jeden Ratsuchenden an die richtige Stelle zu verweisen. Sie richtet einen besonderen Fokus auf das Thema „Arbeitsmarktintegration“, ohne dass andere Themen ausgeklammert werden.

 

Der offizielle Start der Lotsenstelle ist für Frühling 2018 geplant, weitere Ankündigungen auch zur Erreichbarkeit und Umsetzung folgen in Kürze.

  1. „Förderkonferenz für den besseren Übergang zwischen Schule und Beruf“

Im Projekt hat sich außerdem gezeigt, dass es zum Schuljahresende regelmäßig Jugendliche mit Migrations- und/oder Fluchthintergrund gibt, die eine individuelle Beratung benötigen, damit ein erfolgreicher, bedarfsgerechter Übergang in den Arbeitsmarkt gelingt. Für einen Teil der Jugendlichen ist dabei eine schulische oder berufliche Ausbildung (noch) keine Perspektive, so dass auch angemessene Alternativen (Praktika, angelernte Tätigkeit etc.) in Betracht kommen.

Am 01. Juni 2016 fand hierfür eine erste Förderkonferenz im Berufsbildungszentrum (BBZ) in Merzig mit allen relevanten (Arbeitsmarkt-) Akteuren statt. Dabei wurden 19 Fälle von Schülerinnen und Schüler thematisiert, für die individuelle Lösungen zum Übergang zwischen Schule und Beruf gefunden werden konnten. Fortan ist die Konferenz jährlich in Federführung des BBZ in Kooperation mit IQ Merzig und der Kreisstadt Merzig geplant.

Außerdem konnten die bereits aufgebauten Strukturen aus der Laufzeit 2015-2016 verstetigt und die folgenden Prozesse und Veranstaltungen durchgeführt werden:

  • Durchführung des “Diversity-Tages”
  • Begleitung von lokalen KMU beim Diversity Management
  • Treffen des ‚Change Teams der Kreisstadt Merzig‘ im Mai und Juni 2017 sowie im Januar 2018
  • Fachveranstaltungen im Rahmen des Projektes der Bertelsmann Stiftung und IQ „Angekommen – und nun?“ im März und August 2017 und Abschluss des Projektes im Rahmen der IMMIGRA im November 2017
  • Förderkonferenz für den besseren Übergang zwischen Schule und Beruf in Kooperation mit dem BBZ Merzig im Juni 2017
  • Teilnahme am „Runden Tisch Migration“ im Landkreis Merzig-Wadern
  • Aktualisierung/Erweiterung der Broschüre „Arbeiten und Leben in Merzig“ im November 2017
  • Durchführung der 3. Merziger IMMIGRA am 30. November 2017
  • Interkulturelles Trainings für Mitarbeitende der Stadtverwaltung: ‚kultursensible Öffentlichkeitsarbeit‘ und ‚kultursensible Elternarbeit‘ im November und Dezember 2017
  • Fachveranstaltung in Kooperation mit dem NETZWERK Unternehmen integrieren Flüchtlinge, der kohlpharma GmbH, der Kreisstadt Merzig und IQ Merzig: „Wie gelingt die Integration von Geflüchteten ins Unternehmen“ im Januar 2018

Des Weiteren stehen ähnlich wie in den Vorjahren die interkulturelle Öffnung der Stadtverwaltung und lokaler klein- und mittelständiger Unternehmen im Fokus, sodass weitere arbeitsmarktrelevante Fachveranstaltungen geplant sind sowie auch die 4. Merziger IMMIGRA.

Die Merziger Stadthalle öffnete am 30. November 2017 ihre Pforten zur Fach-messe „IMMIGRA“

Am 30. November fand zum dritten Mal die Fachmesse „IMMIGRA“ in der Merziger Stadthalle statt. Bei der Messe handelt es sich um ein besonderes Veranstaltungskonzept, das aus einer Kombination von Fachtagung sowie Informations- und Beratungsbörse besteht. Ziel der „IMMIGRA“ ist es, die Integration und Teilhabe von Migrantinnen und Migranten in Gesellschaft und Arbeitsmarkt zu verbessern. So werden beispielsweise Fragen zur Anerkennung von Berufsabschlüssen, zu Ausbildungsmöglichkeiten und zu beruflicher Qualifizierung thematisiert. 

Eröffnet wurde die Fachtagung von Merzigs Bürgermeister Marcus Hoffeld, durch Ministerin Monika Bachmann (saarländische Integrationsbeauftragte, Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie) sowie durch Wolfgang Vogt vom IQ Landesnetzwerk Saarland, das Organisatorin der IMMIGRA ist. Hoffeld betonte im Rahmen seiner Rede, dass sich in Merzig alle Menschen wohl und anerkannt fühlen sollen. Daher sieht er in einer Veranstaltung wie der „IMMIGRA“ eine hervorragende Möglichkeit, den Informationsaustausch zwischen Arbeitsmarktakteuren, bereits hier lebenden Personen und Neu-Zugewanderten zu verbessern. Der Bürgermeister dankte den Organisatoren vom IQ Netzwerk, dem Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie, dem Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr und den teilnehmenden Einrichtungen, ohne die eine Veranstaltung dieser Größenordnung nicht durzuführen wäre. Die saarländische Integrationsbeauftrage Monika Bachmann betonte, dass „die letzten Jahre bewiesen haben, dass die Menschen gerade hier im Saarland gewillt sind, die Willkommenskultur mit Leben zu erfüllen. Viele haben sich mit beispiellosem Engagement und großer Solidarität dafür eingesetzt, dass sich die Neuankömmlinge bei uns wohl fühlen und schnellstmöglich zurechtfinden. Gelingende Integration braucht Anerkennung, Akzeptanz und Unvoreingenommenheit im gesamten Lebensumfeld und das auf beiden Seiten. Die Weiterentwicklung der Integrationspolitik im Sinne einer Anerkennungs- und Willkommenskultur umfasst auch Erschließung von Potentialen und Kompetenzen hier lebender und neu zuwandernder Menschen mit Migrationshintergrund.“

Im Anschluss an die Fachtagung eröffneten Marcus Hoffeld und die Ministerin für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr, Anke Rehlinger die Informations- und Beratungsbörse.  „Sprache und Beschäftigung sind der Schlüssel zu Integration und Teilhabe. Hier vermittelt die Informations- und Beratungsbörse im Rahmen der IMMIGRA wichtiges Wissen, etwa zu Sprachkursen oder Anerkennung der Ausbildung. Gleichzeitig bringt die Börse Menschen mit Migrationshintergrund in Kontakt mit potenziellen Arbeitgebern aus der Region. So hat sich die IMMIGRA hier in Merzig zu einer wertvollen Anlaufstelle für Menschen aus anderen Kulturkreisen entwickelt“, so Rehlinger.

Neben den etwa 50 Einrichtungen, bei denen sich die Gäste über vielfältige Themen informieren konnten, bot die „3.Merziger IMMIGRA“ ein vielseitiges Rahmenprogramm.
So nutzten viele Unternehmen aus der Region die Gelegenheit, sich den Besucherinnen und Besuchern bei der „IMMIGRA“ vorzustellen. Informationsvorträge gab es zu den Themen „Integration und Migration im ländlichen Raum“ sowie zum Abschluss des Bertelsmann Projektes „Angekommen - und nun?“. Bürgermeister Marcus Hoffeld stand zudem als persönlicher Ansprechpartner für Anliegen, Wünsche, Anregungen und Probleme zur Verfügung. Außerdem stießen die Workshops über die Themen „Familienzusammenführung“, „Selbständigkeit / Gründung eines Unternehmens“ und „Arbeitsrecht“ auf großes Interesse.

IQ Merzig – Förderzeitraum 2015 - 2016

Rückblick

Auch in der Förderperiode 2015 – 2016 stand die weitere Sicherung und Förderung der Standortattraktivität der Kreisstadt Merzig durch eine gelebte Willkommens- und Anerkennungskultur sowohl für Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber als auch für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit Migrationshintergrund im Vordergrund der Arbeit von IQ Merzig.

Ein Change- bzw. Veränderungsteam, das sich aus Kolleginnen und Kollegen der Stadtverwaltung zusammensetzt, begleitete und begleitet den Prozess der interkulturellen Öffnung. Die Teilnehmenden treffen sich seither zweimal im Jahr, um zum Beispiel die Umsetzung von Maßnahmen zu besprechen.
Außerdem konnten die bereits aufgebauten Strukturen aus der Laufzeit 2013 - 2014 verstetigt und die folgenden Prozesse und Veranstaltungen durchgeführt werden:

•    Auftaktworkshop „Interkulturelle Öffnung der Stadtverwaltung Merzig“ im Juni 2015
•    Rathausführung für Teilnehmende von Integrationskursen im Oktober 2015
•    Begleitung eines lokalen KMU beim Diversity Management und Gründung eines Teams „Vielfalt am               Arbeitsplatz“ mit regelmäßigen Treffen und Workshops seit Oktober 2015
•    Durchführung der 2. Merziger IMMIGRA im November 2015
•    Interkulturelles Training für Mitarbeitende der Stadtverwaltung im Dezember 2015 und Januar 2016
•    Fachveranstaltung zu einem arbeitsmarktbezogenen Thema: „Zugang von Personen mit
     Fluchthintergrund  zum Arbeitsmarkt“ im April 2016 
•    Regelmäßige Teilnahme am „Runden Tisch Migration“ im Landkreis Merzig-Wadern
•    Durchführung des “Diversity-Tages” und des “Girls and Boys Day“ im April 2015 und 2016
•    Erstellung von mehrsprachigen Informationen des Standesamtes
•    Aktualisierung und Erweiterung des Willkommensordners im Dezember 2016

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